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Inline-Skaterhockey vs Eishockey

Inline-Skaterhockey vs EishockeyVergleich: Inline-Skaterhockey vs Eishockey.

Harte MĂ€nner mit BĂ€rten, denen immer ein paar ZĂ€hne fehlen und die erst bei minus 20° so richtig warm werden. So stellt man sich gerne Eishockey-Spieler vor. Rein optisch trifft dieses Klischee auch erstaunlich oft zu. Bei GesprĂ€chen ĂŒber Eishockey kommt man schnell auf die nordamerikanische Profiliga NHL und den Stanley Cup zu sprechen, auf dessen Gewinn die Edmonton Oilers dieses Jahr wieder eine gute Möglichkeit haben. Der Gewinn dieser TrophĂ€e weckt auch bei den sonst so harten und zahnlosen Kerlen echte GefĂŒhle.

Stanley_Cup- Inline-Skaterhockey vs EishockeyIm Gegensatz zu Eishockeyspielern gelten Inline-Skaterhockey-Spieler oft als die verweichlichte Variante der MĂ€nner auf dem Eis. Dabei handelt es sich aber wirklich nur um ein Klischee, denn viele Eishockeyspieler satteln im Sommer selber auf Inline-Skaterhockey um.

Inline-Skaterhockey vs Eishockey

Inline-Skaterhockey kommt ursprĂŒnglich aus den USA. In den 70er und 80er Jahren wollten Jugendliche ihren großen Idolen aus der NHL nacheifern. Sie besorgten sich zunĂ€chst gebogene Äste und leichte BĂ€lle – wie TennisbĂ€lle – und fingen an, auf der Straße zu spielen. Dabei wurden die Tore hĂ€ufig mit Schuhen markiert und Fouls musste jeder Spieler selber ansagen. Zu dieser Zeit spielten die Kids noch ohne Rollschuhe, sondern in ganz normalen Schuhen. Das Spiel sah deshalb eher wie Feldhockey, als wie Eishockey aus.

Mit der Zeit wurden die Holzstöcke gegen richtige Eishockey-SchlĂ€ger getauscht. So hatte man deutlich mehr Kontrolle ĂŒber den Ball und konnte besser passen und schießen. Irgendwann kam dann jemand auf die Idee, nicht mehr in Schuhen, sondern in Rollschuhen zu spielen. Diese wurden zu der Zeit in den USA immer populĂ€rer.

In den Hinterhöfen und auf ruhigen Straßen sah man dann immer mehr Jugendliche, die einem kleinen Ball hinterher jagten. Zu dieser Zeit bekam diese FreizeitbeschĂ€ftigung auch ihren Namen: Streethockey oder auch Skaterhockey.

Wie viele andere Trends auch, schwappte dieser in den 1980er Jahren nach Deutschland rĂŒber. UngefĂ€hr zehn Jahre spĂ€ter, in den 1990ern, wurden die Rollschuhe dann durch Inline-Skates ersetzt. So wurde aus Skaterhockey dann Inline-Skaterhockey.

Mit der Zeit wurden immer mehr Eishockeyspieler (Profis wie Amateure) auf diesen Trend aufmerksam und begannen, im Sommer ebenfalls Inline-Skaterhockey zu spielen. Das war fĂŒr die Szene ein wichtiger Schritt, da diese Randsportart so deutlich mehr Aufmerksamkeit bekam. Mit der steigenden PopularitĂ€t entdeckten auch die Sportartikelhersteller das Inline-Skaterhockey fĂŒr sich und entwickelten spezielle Produkte dafĂŒr. Die Sachen waren zumeist deutlich dĂŒnner als die AusrĂŒstung fĂŒr das Eishockey. So gibt es beispielsweise extra dĂŒnne Trikots und Handschuhe.

Mittlerweile ist die Inline-Skaterhockey-Szene im Deutschen Rollsport und Inline Verband (DRIV) organisiert, der wiederum der International Inline Skaterhockey Federation (IISHF) angehört. Das Ligasystem des DRIV umfasst bei Damen und Herren jeweils vier Ligen, von der Bundesliga bis zur Landesliga. Zudem gibt es Pokalwettbewerbe, SchĂŒler Ligen und Bambini Ligen.

Inline-Skaterhockey vs Eishockey

Torsituation beim Inline-Skaterhockey Im offiziellen Spielbetrieb wird Inline-Skaterhockey in großen Turnhallen, auf Eishockey-Feldern (ohne Eis), oder auf anderen Feldern mit geeignetem Untergrund ausgetragen. Dazu zĂ€hlen Beton, Feinasphalt- oder KunststoffflĂ€chen.

Wie beim Eishockey auch ist das Spiel in Drittel unterteilt. Diese dauern jeweils 20 Minuten. Die Zeit wird nur bei lÀngeren Unterbrechungen oder auf Zeichen des Schiedsrichters angehalten. Die Mannschaften können aus bis zu 18 Spielern bestehen, wobei immer vier Feldspieler und ein Torwart auf dem Feld sind. Bei offiziellen Spielen leiten zwei Unparteiische und zwei Zeitnehmer das Spiel.

Auch wenn sich das Inline-Skaterhockey aus dem Eishockey entwickelt hat, gibt es einige Unterschiede zwischen beiden Sportarten.

Beim Eishockey wird die Zeit im Spiel auch bei kleinsten Unterbrechungen sofort angehalten, nicht nur bei lÀngeren Unterbrechungen wie im Inline-Skaterhockey.

WĂ€hrend beim Inline-Skaterhockey vier Feldspieler und ein Torwart auf dem Feld stehen, sind es beim Eishockey fĂŒnf Spieler plus Torwart.

FĂŒr viele Eishockey-Neulinge sind gerade die Icing- und Abseitsregeln schwer zu verstehen. Im Skaterhockey gibt es beide Regeln nicht. Die Strafregelung beim Inline-Skaterhockey ist eine Mischung aus den Strafen von Eishockey und Fußball. Aus dem Eishockey wurden die Zwei- und FĂŒnf-Minuten-Strafen ĂŒbernommen, die bei RegelverstĂ¶ĂŸen verhĂ€ngt werden. Zudem gibt es die gelbe und rote Karte wie beim Fußball. Damit werden Spieler verwarnt und bei zweimal Gelb des Feldes verwiesen.

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